Montag, 26. Dezember 2011

Unser Roadtrip in Bildern


endlose Weite


Sonnenaufgang in Broome






Eighty Mile Beach





Buschfeuer







Lookout beim Leutturm








schnorcheln...







Turquoise Bay







SS-Mildura Wrack







Die Bäume schwitzen







Coral Bay







Emus auf der Straße








Stromatolithen








Pak









Monkey Mia








Pinnacles


































Merry Christmas! Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest :)

Hier nun der weitere Verlauf unseres Roadtrips von Perth nach Broome.

Tag 5: Frühstück mit Kängurus
Als wir heute Morgen gefrühstückt haben, hüpften keine 10 Meter von uns Kängurus herum. Nach dem Frühstück haben wir uns dann auf den Weg ins knapp 400km entfernte Monkey Mia gemacht. Wir hatten schon fast unser Ziel erreicht, bis plötzlich mitten im Nirgendwo ein Mann mit einem Stoppschild die Straße blockierte. Er wies uns darauf hin, dass wir nun 15 min warten müssten, da Straßenarbeiten im Gange seien. Aus den 15 min wurden, typisch australisch, 30 min. Unser Campingplatz in Monkey Mia befand sich direkt am Strand, der wirklich wunderschön war.



Tag 6: Auf Tuchfühlung mit Delfinen
Um 6 Uhr sind wir heute aufgestanden, um uns nach dem Frühstück rechtzeitig auf den Weg zur Delfinfütterung zu machen. Wir hatten uns extra auffällige Klamotten angezogen, da dann die Chance einen Delfin zu füttern höher war. Dank Cathes orangefarbenen Oberteil hat das dann bei der zweiten Fütterung auch geklappt. Zusammen haben wir dann die Delfindame Pak gefüttert. Bei den Delfinen handelt es sich um wilde Delfine; die ersten kamen bereits in den 1960er Jahren. Außerdem waren wir gerade zur richtigen Zeit in Monkey Mia, da es 2 Babys gab. Den Rest des Tages haben wir mit faulenzen am Strand und schwimmen im Indischen Ozean verbracht.



Tag 7: Auf Kollisionskurs mit Emus
Auf unserem Weg nach Carnarvon haben wir diesen Morgen einen Stopp bei den Stromatolithen eingelegt. Die Stromatolithen gehören zu den ältesten Lebensformen der Erde und existieren heute nur noch an wenigen Stellen. An diesem Morgen mussten wir des Öfteren wegen Emus bremsen, da diese einfach unbekümmert vom Autoverkehr über die Straßen marschieren. Zudem war es heute ziemlich heiß, sodass wir die meiste Zeit nicht mehr als 80 km/h fahren konnten, um den Van nicht zu überhitzen. Das Fahren auf den Highways wird auch immer langweiliger, weil sich die Landschaft nur selten ändert und einem die Straße endlos erscheint. Beim Einkaufen in Carnarvon ist uns aufgefallen, dass die Aboriginals sehr gut in die Gesellschaft integriert sind, in Perth war das ja eher nicht so der Fall.



Tag 8: Der Ozean – Eine riesengroße Badewanne
Unser Weg hat uns heute von Carnarvon nach Coral Bay geführt. Dort angekommen, haben wir uns erstmal einen Schnorchel besorgt, denn direkt vor der Küste liegt das Ningaloo Reef. Der Strand und das Wasser sehen aus wie in einem Bilderbuch, einfach traumhaft schön. Wenn man hier ins Wasser geht, hat man das Gefühl man würde in die Badewanne steigen, das Wasser ist einfach keine Erfrischung mehr.


Tag 9: Sogar die Bäume schwitzen
Als wir aufgewacht sind, dachten wir zuerst es hätte geregnet, allerdings hat sich später herausgestellt, dass die Bäume aufgrund der Hitze Feuchtigkeit abgesondert haben. Nach dem Frühstück haben wir einen Strandspaziergang gemacht, wobei wir in einer seichten Bucht auf Baby-Haie und Rochen gestoßen sind. Auf dem Rückweg haben wir sogar Haieier entdeckt. Am Nachmittag waren wir dann noch am Riff schnorcheln und sind zusammen mit riesigen Fischen und Rochen geschwommen. Abends sind wir zu einem Lookout gegangen, von wo aus wir den Sonnenuntergang angeschaut haben. Der war zwar schön, konnte allerding in keinster Weise mit denen am Ayers Rock mithalten.



Tag 10: Willkommen auf dem Bauernhof
Nach unserer morgendlichen Routine (Frühtück, Duschen, Wasser & Öl prüfen, Tanken und Scheiben putzen) ging es los nach Exmouth. Auf dem Weg dorthin haben wir fast einen ganzen Bauernhof gesehen (Kühe, Schafe, Ziegen, Pferde und Emus) und außerdem war der Highway über die gesamte Strecke von Termitennestern gesäumt. Nachmittags sind wir dann zum Bundegi Beach gefahren.


Tag 11: Ein Traum in Türkis


Zuerst haben wir heute das Wrack der SS-Mildura angeschaut, das unweit der Küste liegt. Anschließend sind wir zum Mauritius Beach gefahren, wo wir Meeresschildkröten beobachten konnten. Später am Tag haben wir uns auf den Weg zur Turquoise Bay im Nationalpark gemacht. Dort konnte man wunderbar schnorcheln, denn das Ningaloo Reef war weniger als 50m von der Küste entfernt. Auf dem Weg zurück zum Campingplatz haben wir noch einen Stopp beim Leuchtturm eingelegt, von wo aus wir einen atemberaubenden Ausblick hatten.



Tag 12: Höllenritt
Unser Plan war heute von Exmouth nach Port Hedland zu fahren (fast 800 km), diesen Plan mussten wir jedoch bereits nach wenigen Stunden reichlich überdenken. Wir sind extra um 5:30 Uhr aufgestanden um früh loszukommen, doch schon um 11 Uhr am ersten Roadhouse waren es 48° im Schatten. Die Fahrt war ziemlich eintönig, was wahrscheinlich daran lag das unser Radio den Geist aufgegeben hatte. Auf dem Weg zum zweiten Roadhouse fing dann unsere Klimaanlage an seltsame Geräusche von sich zu geben, sodass wir sie schließlich ausschalteten. Irgendwann begann dann unser Van komisch zu ruckeln.



Cathe: „Ich kann kein Gas mehr geben!“
Marie: „Ist das dein Ernst?“
Cathe: „Unser Van wir auch immer langsamer.“
Marie: „Hmm.“
Cathe: „Okay wir bleiben liegen.“
Cathe fährt links ran und setzt den Warnblinker.
Marie: „Oh mein Gott! Was machen wir jetzt?“
Cathe: „Marie bleib ruhig.“
Marie: „Ich sag ja schon nichts mehr.“



Wir haben dann versucht den Van wieder zu starten, leider erfolglos. Wir konnten es uns wirklich nicht erklären, denn der Van war nicht überhitzt, wir hatten gerade erst getankt und Öl und Wasser hatten wir bereits am Morgen geprüft. Nach wenigen Minuten hielt dann zum Glück jemand an und wie aus Zauberhand sprang der Van einfach wieder an. Nun konnte unsere Fahrt wieder weitergehen. Gott sei Dank, denn wir hatten schon ein Buschfeuer gesichtet. An einer Tankstelle kurz vor Karratha erzählte man uns dann, das es inzwischen 52° im Schatten seien. Während der Fahrt konnte man immer wieder beobachten, dass die Straße anfing zu schmelzen und es roch auch nach Teer. Gegen 17 Uhr sind wir in Roebourne angekommen, das vor 2 Tagen Marble Bar als heißeten Ort Australiens abgelöst hatte. Dort haben wir also unsere Nacht verbracht. Die Duschen waren jedoch auch keine Erfrischung, denn aus dem Kaltwasserhahn kam nur warmes Wasser, da die Leitungen so aufgeheizt waren. Geschlafen haben wir auch nicht sonderlich gut denn es wehte ein heißer Wind und es kühlte sich kaum ab.



Tag 13: unsealed road = bumpy ride
Eigentlich wollten wir Roebourne schon um 6:30 Uhr verlassen, doch leider machte uns die Tankstelle einen Strich durch die Rechnung, da sie erst um 7:00 Ihr öffnete. Unser Tagesziel war der Eighty Mile Beach, der allerdings nur über eine 9 km lange Huckelpiste erreichbar war. Dafür brauchten wir eine halbe Stunde. Der Strand war super schön und man konnte unglaublich weit in die Ferne schauen. Leider war auch hier das Wasser viel zu warm.



Tag 14: Letzte Etappe

Einen Tag früher als geplant sind wir heute in Broome angekommen. Es ist noch feuchter als wir gedacht hatten, wir schwitzen die ganze Zeit. Wenn man sein Zimmer verlässt ist es ratsam ein Handtuch mitzunehmen, da der Schweiß einem nach wenigen Schritten nur so runterläuft. Unser Campingplatz liegt mal wieder direkt am Strand, allerdings kann man wegen der Würfelquallen nicht baden.



Tag 15: Umzug ins Hostel

Heute haben wir unseren Van abgegeben und sind wieder ins Hostel gezogen. Wir sind nun fleißig auf Jobsuche und hoffen, dass wir nach Silvester anfangen können zu arbeiten.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Changing Plans

Am Samstag, den 3. Dezember ging nun also unser Flug zurück in die Zivilisation. Als wir nach einem holprigen Flug in Perth angekommen waren, ging es erstmal auf Hostelsuche. Dank der netten alten Dame am Informationsschalter des Flughafens, haben wir dann auch noch ein Zimmer im anscheinend total ausgebuchten Perth gefunden. Für eine Nacht sind wir dann nach Northbridge gezogen. Abends haben wir uns dann auf die Suche nach einem neuen Hostel für die nächsten Nächte gemacht, leider erfolglos. Als wir zurück zum Hostel kamen haben wir den Deutschen an der Rezeption gefragt, ob wir eine weitere Nacht bleiben könnten, das hat er leider verneint, allerdings hat er im Partnerhostel angerufen, wo dann noch ein Zimmer für die nächsten 2 Nächte frei war. Die Jobsuche erwies sich als ebenso schwierig. Von Tag zu Tag wurden wir frustrierter und obwohl wir uns sogar an eine Jobagentur wandten, hatten wir nach 5 Tagen Suche immer noch keinen Job.
Nun hieß es also: Planänderung! Wir entschieden uns dafür unseren für nach Silvester geplanten Urlaub vorzuziehen, sodass wir am Freitag unseren Camper mieteten. Innerhalb von 15 Tagen werden wir nun die Westküste von Perth nach Broome hochfahren und Weihnachten und Silvester somit in Broome verbringen.
Am Samstag, den 10. Dezember ging es dann also los. Um 11 Uhr holten wir unseren Campervan ab. Wir waren im Vorfeld ein wenig nervös aufgrund des Fahrens auf der „falschen“ Seite, aber im Endeffekt lief dann alles prima. Unsere Probleme hatten wir dann allerdings beim Tanken. Die erste Frage die wir uns stellten: Wo befindet sich die Tanköffnung? Nachdem wir dann einige Male um den Van herum gelaufen sind, hatten wir dieses Problem schonmal gelöst. Zweite Frage: Wie öffnet man den Tankdeckel? Nach mehreren erfolglosen Versuchen den Tankdeckel mit Gewalt zu öffnen, wanden wir uns dann an die Tankstellenmitarbeiterin, die uns freundlich darauf hinwies, dass sich bei älteren Vans ein Knopf unter dem Fahrersitz befindet. Unsere Probleme waren somit gelöst. Als wir dann von der Tankstelle runterfuhren, betätigte Marie anstatt des Blinkers erstmal den Scheibenwischer. Hier in Australien befindet sich der Blinker nämlich rechts. Es ist sowieso total seltsam mit links zu schalten, vor allem weil wir die Gänge regelrecht reinprügeln müssen. Nach 3 Stunden erreichten wir bereits unser erstes Nachtquatier, Cervantes. Am nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden, um uns auf den Weg zu den Pinnacles zu machen. Nachdem wir diese erkundigt hatten, ging es weiter nach Geraldton. Auf der Fahrt sahen wir des Öfteren tote Kängurus, Schlangen und geplatzte Reifen. Auch Roadtrains sind uns schon so einige begegnet. Gestern haben wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Stop nach Kalbarri gemacht, wo wir 2 Nächte verbringen werden. Heute waren wir in Kalbarri am Blue Hole Beach und haben die Seele baumeln lassen. Morgen früh nach der Pelikanfütterung geht es dann weiter nach Monkey Mia.

Mehr dann in den nächsten Tagen…

Wir hoffen ihr genießt die Vorweihnachtszeit :)

Dienstag, 13. Dezember 2011

Fotos aus dem Red Centre

Uluru


Uluru




Aboriginal-Malerei



Sounds of Silence



Kata Tjuta oder Homer Simpson im Liegen ;)












Freitag, 2. Dezember 2011

News aus Yulara

Eigentlich hatten wir uns dazu entschieden bis zum 22. Dezember im Ayers Rock Resort zu bleiben, das war aber leider nicht möglich, weil um Weihnachten herum nur noch sehr wenige Gäste hierher kommen und außerdem das Hotel renoviert wird. Unsere ganzen Kollegen waren sich sicher, dass wir auf jeden Fall länger bleiben können, weswegen wir natürlich keinen Flug für den 30. November gebucht hatten. Als wir dann Dienstag nach der Arbeit erfahren haben, dass es im Resort keinen Job mehr für uns gibt, waren wir natürlich dementsprechend geschockt und wussten das erste Mal nicht mehr weiter. Flüge in den nächsten Tagen nach Perth hätten um die 700 $ gekostet und Mittwoch um 10am mussten wir auschecken. Was nun? Zum Glück hatten wir ja David, Johannes und Rasmus (die zusammen mit uns angefangen haben), die uns sofort anboten bei ihnen zu wohnen. Am Abend ging es dann erst mal zur Outback Pioneer Bar, wo wir dann einige Kollegen trafen, die uns auch sofort alle anboten bei ihnen zu wohnen. Gestern haben wir dann unseren Flug für Samstag nach Perth gebucht, sodass wir die große Sounds of Silence Abschiedsparty auch noch mitnehmen können. In Perth werden wir uns erst mal um einen Job kümmern. Weihnachten und Silvester werden wir ebenfalls in Perth verbringen. Anfang Januar startet unser nächstes Abenteuer nach Broome. Also hat sich im Endeffekt doch alles wieder zum Guten gewendet.

Donnerstag, 24. November 2011

Hallo ihr Lieben,

nach 3 Wochen Funkstille nun endlich mal wieder ein Lebenszeichen von uns.
Am 1. November haben wir beim Melbourne Cup in Sydney gearbeitet, was auf jeden Fall eine Erfahrung wert war. Es war unvorstellbar wie die Leute ihren Reichtum zur Schau gestellt haben. Während Marie am Eftpos Schalter saß und Geld ausgezahlt hat ( insgesamt 40 000 $ in 6 Stunden) hat Cathe am Einlass gearbeitet und später auf Champagner aufgepasst.

An unserem letzten Tag in Sydney sind wir zum Bondi Beach gefahren und von dort aus zum Bronte Beach gelaufen, um uns Sculpture by the Sea anzuschauen. Gegen Abend ging es dann ans Packen, da am nächsten Morgen unser nächstes Abenteuer am Ayers Rock auf uns wartete. Richard und Lisa ließen es sich nicht nehmen uns zum Flughafen zu bringen, wo es dann hieß Abschied nehmen. Leichter gesagt als getan. Wir machten uns auf die Suche nach dem richtigen Check In Schalter im Terminal 2. Dort sagte man uns wir müssten zum Terminal 3, wo man uns wiederum zum Terminal 2 schickte. Wir liefen also mit samt Backpack und Handgepäck von Terminal zu Terminal bei über 30 Grad. Wieder im Terminal 2 angekommen, wurde die Zeit langsam knapp, zum Glück hatten wir aber endlich eine fähige Mitarbeiterin gefunden, sodass wir einfach an der Schlange wartender Leute vorbeigelotst wurden (Hassblicke inklusive) und unseren Flug doch noch erwischten, der dann wiederrum Verspätung hatte. Während wir im Flugzeug saßen wurde weiterhin froh und munter am Flugzeug rumgeschraubt. Nach 20 min Wartezeit ging es dann endlich los. Die letzte halbe Stunde des Fluges wurde dann jedoch zur Achterbahnfahrt. Wir waren froh als wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Nach 3 Stunden Flug waren wir nun im Red Centre.
Elisha wartete schon auf uns und brachte uns direkt zum Hotel. Hier in der Wüste ist es grüner als wir dachten. Im Hotel trafen wir dann die anderen Backpacker die für die nächste Woche mit uns arbeiten sollten. Unsere Gruppe bestand aus 3 Engländern (Wendy, David und Ruth), 2 Schweden (Olivia und Hugo), einem Dänen (Rasmus) und 4 Deutschen (Linda, Johannes und wir). Unser Arbeitsplatz ist das 5* Hotel „Sails in the Desert“ (http://www.ayersrockresort.com.au/sails/) wo wir auch unsere Zimmer bezogen. Nachmittags hat uns Karthick, unser Supervisor, dann das Hotel gezeigt und uns unsere Uniformen besorgt. Der Rest des Tages stand uns zur freien Verfügung, was wir gleich genutzt haben um mit den Jungs den Sonnenuntergang über Uluru und Kata Tjuta vom Imalung Lookout anzuschauen. Montag haben wir dann zuerst den Papierkram erledigt und anschließend das erste Mal gearbeitet. Wir mussten Gläser, Teller und Besteck polieren. Nach 5 Stunden arbeiten war dann der erste Arbeitstag auch schon wieder vorbei. Unsere Gruppe wurde in eine Frühschicht und eine Spätschicht aufgeteilt. Wir waren mit Linda, Hugo, Olivia und Johannes in der Spätschicht. Meistens haben wir zwischen 12 Uhr und 16 Uhr angefangen und bis 2 Uhr in der Nacht gearbeitet. Unter anderem hatten wir Dinners am Pool und im Amphitheater (Asian Markets), dabei hatten wir immer 2 Tische an denen wir für Getränke gesorgt haben und die leeren Teller abgeräumt haben. Desweiteren mussten die Dinners natürlich auch vorbereitet werden und wieder abgebaut werden, was aufgrund der Hitze (35-40°) wirklich Schwerstarbeit war. Da Konferenzen mit Gruppen bis zu 300 Leuten im Hotel stattfanden, war auch die Arbeit dementsprechend umfangreich. Zum Ende der Woche hatten wir dann 3 Sounds of Silence Dinners, die mitten in der Wüste unter freiem Himmel stattfinden. Wenn die Gäste ankommen findet zuerst ein Empfand mit Champagner und Canapes auf einem Lookout statt, von dem aus die Gäste den Sonnenuntergang, untermalt von Didgeridoo Musik, genießen können. Anschließend geht es dann zum Dinner. Vor dem Dessert gibt es immer einen Startalk, währenddessen den Gästen der Sternenhimmel nähergebracht wird. Für uns heißt es dann Reste essen. Nach der Woche hatten wir 2 freie Tage, an denen das Wetter eher mittelmäßig war und wir diese zum relaxen und feiern nutzen konnten. Da die Arbeitsatmosphäre hier wirklich super ist und unsere Gruppe und echt ans Herz gewachsen ist, haben wir und noch einige andere uns dazu entschlossen ein wenig länger zu bleiben. Wir werden nun also bis zum 30. November bei Sounds of Silence (http://www.ayersrockresort.com.au/sounds-of-silence/) arbeiten, weiterhin unsere tollen Zimmer und das kostenlose Essen genießen. Obwohl man hier nichts wirklich machen kann, denn wir befinden uns schließlich mitten im Nirgendwo, haben wir trotzdem eine Menge Spaß. Internet ist hier auch so eine Sache, der nächste Eintrag wird dann auch noch etwas auf sich warten lassen.

Liebe Grüße aus dem seit 3 Tagen verregneten Yulara

Fotos folgen ;)

Samstag, 29. Oktober 2011

Aller Anfang ist schwer... Oder etwa doch nicht?

Seit Freitag sind wir nun endlich wieder vereint. Wir wohnen weiterhin bei Cathes Gastfamilie in Sydney, was sehr viel günstiger und natürlich auch komfortabler ist als ein Hostel.

Am Sonntag sind wir früh aufgestanden und haben den Coastal Walk von Bondi nach Coogee gemacht. Das Wetter war super, Sonne satt und mehr als 30 Grad, sodass wir den Nachmittag am Coogee Beach verbracht haben. Nach dem BBQ hat Richard uns zum Darling Harbour gefahren, wo wir uns das Feuerwerk angeschaut haben. Anschließend sind wir ins „3 Wise Monkeys“, einen bekannten Pub in der City, gegangen.

Unser erstes Ziel am Montag war Optus, um uns einen Internetstick zu besorgen, damit wir euch auch aus dem Outback Bericht erstatten können. Da unsere Jobsuche nun begonnen hat, sind wir anschließend ins WTC Office gegangen. Unsere alten Pläne haben wir bereits über Bord geworfen. Statt nach Queensland wollten wir nun nach Perth oder Darwin weiterreisen. Als Cherise uns dann im Office einen Job in einem Resort am Ayers Rock vorgeschlagen hat, haben wir uns kurzfristig umentschieden. Dann ging alles ganz schnell. Wir haben sofort einen Termin für ein Vorstellungsgespräch in Sydney mitbekommen. Da Cathe aufgrund ihres Bridge Climbs 2 Freikarten für den Pylon Lookout, der zur Harbour Bridge gehört bekommen hatte, haben wir uns anschließend auf den Weg dorthin gemacht. Am Pylon angekommen waren wir schweißgebadet, denn schließlich waren es schwüle 40 Grad und dann warteten auch noch 200 Stufen auf uns. Der Aufstieg hat sich aber gelohnt, denn das Museum und der Blick über Sydney waren atemberaubend. Weil wir abends typisch Deutsch kochen wollten, mussten wir auch noch einkaufen gehen. Dank Aldi (ja, es gibt hier Aldi ;)) haben wir alle Zutaten bekommen. Zuhause angekommen ging es dann los mit dem Kochen. Marie hat Flammkuchen gemacht und Cathe Butterkuchen. Das Essen kam bei allen super an.

Am Dienstag um 14:30 Uhr war dann unser Vorstellungsgespräch, deshalb waren wir schon relativ früh wach und haben uns darauf vorbereitet. Je näher der Termin rückte, desto nervöser wurden wir. Im Endeffekt war das Interview ziemlich entspannt – typisch Australien eben. Mit uns warteten noch Linda (auch aus Deutschland) und David (aus England). Gemeinsam wurden wir dann alle zum Gruppeninterview gerufen. Elisha warf zunächst einen Blick auf unsere Lebensläufe, bevor wir uns dann vorstellen mussten und sie einige Fragen an uns stellte. Zum Schluss sagte sie dann „You are all coming“. Wir konnten es gar nicht glauben. Das einzige was wir jetzt noch üben müssen ist 3 volle Teller auf einmal zu tragen. Auf dem Rückweg haben wir einen Zwischenstopp bei „Swiss Bakerz“ eingelegt, um uns einen großen Schokomuffin zur Belohnung zu gönnen. Dann haben wir noch kurz bei Cathes altem Arbeitsplatz vorbeigeschaut, bevor wir dann zuhause Richard die gute Nachricht überbracht haben. Nun noch Mal zu unserem Job. Wir werden für 6 Tage im Ayers Rock Resort als Food and Beverage Attendants arbeiten. Unterkunft und Verpflegung werden gestellt und zusätzlich erhalten wir noch einen guten Stundenlohn. Außerdem können wir hinterher 2 weitere Tage umsonst in dem Resort verbringen, um ein bisschen Sightseeing zu machen (Uluru, Olgas und Kings Canyon).
Neuer Tag, neues Glück. Mittwoch sind wir wieder zum Office gegangen, um uns bei Cherise für den Job zu bedanken und nach Jobs in Sydney für die nächsten 2 Wochen zu fragen. Prompt hatten wir den nächsten Job. Nächste Woche Dienstag werden wir bei der Liveübertragung des Melbourne Cups, auf der Rennbahn in Randwick, Sydney im Customer Service arbeiten. Da wir für diesen Job und auch für die Arbeit im Resort eine Uniform brauchen, haben wir uns anschließend auf die Suche danach gemacht, was sich als gar nicht so einfach herausgestellt hat. Nach ein paar Stunden hatten wir dann endlich alles zusammen. Schwarze Anzughose, schwarzes T-Shirt und schwarze hässliche Schuhe. Außerdem haben wir vor unserer Shoppingtour noch unseren Flug zum Ayers Rock gebucht. Wir fliegen also am 6. November ins Red Centre. Als wir gerade zuhause am Esstisch saßen klingelte Cathes Handy. Es war Max von der Work and Travel Company, der einen Job für den nächsten Tag in einem Versandhaus für uns hatte. Wir sagten natürlich sofort zu.

Unser Wecker klingelte am nächsten Morgen bereits um 5:00 Uhr. Zwar mussten wir erst um 8:00 Uhr anfangen zu arbeiten, allerdings in einem Vorort von Sydney. Dementsprechend lange dauerte natürlich die Fahrt dorthin. Mit 12 anderen Backpackern, hauptsächlich Deutsche und Schweden, haben wir dann Picking und Packing gemacht. Eigentlich eine relativ einfache Arbeit. Wir mussten lediglich nach Packlisten Sachen zusammen suchen und diese anschließend gut verpacken. Gegen 15:00 Uhr hatten wir dann Feierabend. Leider fuhr auf dem Rückweg kein Bus zum Bahnhof, sodass wir laufen mussten. Wir waren so schlau und sind einfach den Buswegweisern gefolgt. Dies erwies sich jedoch als keine gute Idee, denn nach 1 Stunde war der Bahnhof immer noch nicht in Sicht und wir hatten keine Ahnung wo wir waren. Als wir in einem Subway nach dem Weg fragten, bekamen wir auch eine Wegbeschreibung, die jedoch im Nachhinein falsch war. Zum Glück trafen wir Ben von den Fijis, der auch zum Bahnhof wollte. Nach 1 ½ Stunden hatten wir dann auch endlich den Bahnhof erreicht. Weitere 1 ½ Stunden später saßen wir völlig erschöpft am Küchentisch. Das war also unser erster Arbeitstag.
Der Freitag diente daher als Erholungstag, weniger für die Arbeit als für unsere Wanderung durch Auburn. Die einzige Tat die wir vollbracht haben, war das Backen eines Apfelkuchens, der natürlich wieder super angekommen ist. Später erhielten wir einen Anruf von Cherise. Wir werden Montag wieder in dem Versandhaus arbeiten.
Heute haben wir einige Sachen bei der Bank erledigt und einen wahren Schokorausch erlebt. Mittags haben wir uns dann mal wieder auf den Weg ins Office gemacht. Dieses Mal, weil wir Max unsere Uniform für den Melbourne Cup präsentieren mussten. T-Shirt und Hose waren perfekt, die Schuhe wegen „safety reasons“ allerdings nicht, weil sie einen kleinen Absatz haben. Auf dem Rückweg haben wir deshalb nochmal beim Schuhladen nachgefragt und zum Glück können wir die Schuhe umtauschen. Das werden wir dann morgen erledigen.

Liebe Grüße aus dem sommerlichen Paddington