Montag, 2. Juli 2012

Auf zu neuen Ufern

Sooo liebe Leute,  nach einer langen Funkstille melden wir uns endlich mal wieder mit einem Bericht aus Australien zurück, denn es gibt viel zu berichten.

Am 20. Januar sind wir wieder am Ayers Rock gelandet, wo wir die letzten 5 Monate gearbeitet haben. Während Marie von Anfang an im Restaurant und im Cafe am Town Square gearbeitet hat, hat Catherine zu Beginn im Sails In The Desert Hotel gearbeitet und wurde später Mitglied des Town Square Teams. Wir hatten jede Menge Spaß beim Arbeiten mit dem Red Rock Deli und Geckos Team und unsere Kaffees wurden alsbald immer beliebter.

In Yulara haben wir sehr viele neue Freunde kennen gelernt. Unsere Wohnung haben wir uns mit der Australierin Katie und der Neuseeländerin Sarah geteilt und schon nach kurzer Zeit waren wir wie eine kleine Familie. Noch viel besser wurde es bei der Arbeit als die Deutsche Denise Becker unsere neue Managerin wurde. Sie machte vieles möglich, unter anderem unseren Urlaub auf den wir später nochmal zurückkommen. Im März haben wir gleich zweimal Besuch bekommen. Zuerst besuchte uns Mieke, die im August letzten Jahres gemeinsam mit uns nach Australien flog. Zwei Wochen später kam dann Caro aus Bücken, mit der wir gemeinsam unser Abi gemacht haben.

Die Zeit am Rock verging wie im Flug, da neben dem Arbeitsalltag, viel mit Freunden unternommen wurde, jede Menge Parties stattgefunden haben oder wir Ausflüge in die Umgebung gemacht haben. Am 5. April wurde Cathes Geburtstag mit einer Überraschungsparty gefeiert. Als Geburtstaggeschenk gab es einen Helicopterflug über Uluru. Abends haben wir gemeinsam einen Dipabend gemacht. 

Ende Mai haben wir uns dann eine Pause vom Arbeiten gegönnt und sind gemeinsam mit Silke, die wir bei unserer Orientation kennen gelernt hatten, in den Urlaub gefahren. Am 20. Mai ging es mit dem Bus nach Alice Springs wo wir eine Nacht verbrachten. Am darauffolgenden Tag sind wir in den „Ghan“, den legendären Zug gestiegen und sind innerhalb von 24 Stunden hoch nach Darwin gefahren. Abends sind wir dann Essen gegangen und am nächsten Tag, haben wir, bevor wir unseren Mietwagen abgeholt haben, uns noch die Stadt angeschaut. Mit unserem 4WD ging es nun endlich los in Richtung Kakadu Nationalpark. Zuerst ging es zum Ubirr, wo wir die Aussicht über die Wetlands genossen und die Aboriginal Rockart bestaunt haben. Weiter ging es zum Bowali Visitors Centre, wo wir uns erst einmal ordentlich mit Informationen über Kakadu versorgt haben. Am späten Nachmittag haben wir uns dann noch zu unserem Nachtquartier am Yellow Water Billabong aufgemacht. Um 6.45 in der Frühe des nächsten Tages starte unsere Bootstour mit Guide Isaac. Beeindruckt von Flora und Fauna bestaunten wir den (nicht vorhandenen) Sonnenaufgang und hielten Ausschau nach Krokodilen. Glücklicherweise ließen sich auch einige prächtige Exemplare blicken. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf gen Gunlom, den wir nur über eine holprige Schotterpiste erreichen konnten. Ordentlich durchgerüttel starteten wir den atem(be)raubenden Aufstieg zur Spitze des Wasserfalls, wo sich mehrere Pools vor unseren Augen erstreckten. Nach einem erfrischenden Bad im kühlen Nass ging es an den Abstieg und anschließend nach Pine Creek, das unser Lager für die Nacht war. Auf unserem Weg durch den Kakadu NP fuhren wir vorbei an lodernden Buschfeuern, galoppierenden Wildpferden und wütenden Wasserbüffeln. Von Pine Creek aus sind wir dann zum Litchfield Nationalpark aufgebrochen, wo wir uns zahlreiche Wasserfälle anschauten und uns sogar auf einen 4WD Track wagten, der unter anderem eine Flussdurchquerung für uns bereit hielt. Nach 5 abenteuerlichen Tagen im Top End Australiens ging es zurück nach Darwin und noch am gleichen Tag nach Bali. Denn nun hieß Urlaub vom Urlaub.

Auf Bali wurde gefaulenzt was das Zeug hält, aber auch das Sightseeing sollte nicht zu kurz kommen, sodass wir an 2 Tagen ein Auto inklusive Fahrer und Tourguide mieteten, die uns die Schönheit der Insel näher brachten. Unsere erste Tour führte uns zunächst zur Schaustelle eines traditionell balinesischen Barong-Tanzes. Weiter ging es nach Ubud, der Künstlerstadt. Auf dem Weg dorthin besichtigten wir eine Goldschmiede und eine Holzmanufaktur. Das nächste Highlight waren die Reisterassen von Ubud. Zum Mittag gab es „Crispy Duck“, inmitten eines Seerosenteiches. Verschnauft wurde nicht allzu lange, denn es galt balinesische Köstlichkeiten zu probieren. Wir kosteten begeistert verschiedenste Kaffee-, Tee- und Schokoladensorten. Nächster Stopp auf unserer Route war der Monkey Forest in Ubud, wo man neben uralten Tempeln vor allem die quirligen Affen bestaunen konnte, die nicht davor zurückschreckten naiven französischen Touristen sogar die Zigaretten aus der Handtasche zu stibitzen. Unser letzter Halt war ein mystisch anmutender Bergsee mit einem Tempel. Die gesamte Fahrt erinnerte eher an eine Achterbahnfahrt, da unser Guide Ferry und unser Fahrer „flying“ Omelette wirklich ihr Bestes gaben um uns möglichst schnell von einem Punkt zum anderen zu chauffieren.

Die zweite Tagestour war mehr Action als Sightseeing, denn wir begannen den Tag mit einer 2stündigen White Water Rafting Tour. Unser Tourguide Rikki navigierte uns durch die traumhafte Wildnis Balis, über Stromschnellen, durch Wasserfälle hindurch und an mittelalterlichen Dörfern vorbei. Mittagessen gab es anschließend am Fluss. Das war eine willkommene Stärkung, denn nun hieß es 200 Stufen hoch  bis zum wartenden Auto. O-Ton Rikki: „Doesn’t look sexy, but makes you more sexy.” Weiter ging es auf schaukelnden Elefantenrücken, Silke wurde fast seekrank. Zu guter Letzt ging es dann noch Tanah Lot wo wir den Sonnenuntergang genossen. Nach einer Woche Bali war es an der Zeit sich auf den langen Weg zurück zum Rock machen, wo wir herzlich empfangen wurden. Nun hieß es wieder arbeiten, arbeiten, arbeiten, was uns nach zweieinhalb Wochen Urlaub jedoch wieder viel leichter viel.

Der letzte Monat am Rock verging wie im Flug, doch bevor es hieß Abschied nehmen, stand noch Maries Geburtstag an, der mit Frühstück und Überraschungskuchen, einem Ausflug nach Kata Tjuta, sowie einem Dinner im Geckos mit Gruß aus der Küche gefeiert wurde. Die letzte Woche in Yulara war nun angebrochen, doch noch gab es keinen Grund zur Traurigkeit, denn aufgrund unserer guten Kontakte zu den Piloten gab es für uns noch einen 30 minütigen Helicopter-Flug über Kata Tjuta und Uluru. Am Donnerstag hieß es Sleepover und Movienight in Silkes Kingsize Bed und am darauffolgenden Morgen um 5 Uhr bestiegen wir den Tourbus in Richtung Kings Canyon. Wir waren sehr wohl bekannt mit Tourguide Steven und Busfahrer Danny, was den Trip sehr amüsant gestaltete. Auch die inzwischen fast winterlichen Temperaturen machten den Aufstieg (500 Naturstufen) ganz angenehm. Abgerundet wurde der Tag von einem Besuch im Pub und dem Res Club. Am Samstagabend ging es zu einer von Pilot Waynes berühmt-berüchtigten Dinnerparties mit Lagerfeuer, typischem australischen BBQ (also jede Menge Fleisch) und Feuerwerk. Anschließend statteten wir unserem indischen Supervisor Amit noch einen Besuch ab, mit dem wir uns am nächsten Tag an die Besteigung des Ulurus machten. Mit von der Partie waren außerdem noch Koch Saurabh und unsere französische Shift Leaderin Jess. Während Amit bereits nach 10 Minuten das Handtuch warf, stiegen wir restlichen Vier keuchend den Berg hinauf. Doch die Anstrengung lohnte sich; der Ausblick war wirklich einmalig. Zurück im Resort stärkten wir uns mit Pizza und Pommes im Pub. Zuhause ging es ans Wäsche waschen und organisieren. Abends stand ein Dinner bei Pilotengesellschaft Nummer 2 an, wiederum mit BBQ. Unterhalten wurden wir durch Angus und Daves authentischen Gesang und Gitarrenspiel.

Nach einem stressigen Abreisetag voller Packen, sauber machen, Pakete verschicken und Verabschiedungen brachte Amit uns dann zum Flughafen. Am Check-in Schalter begrüßte uns Erin, die uns aufgrund zahlreicher, speziell für sie kreierten Iced Mochas die komfortablen Sitzplätze mit maximaler Beinfreiheit am Notausgang sicherte.

Nun sind wir in Cairns, voller freudiger Erwartungen auf den nächsten Teil unserer Reise, der uns zunächst in den Daintree Nationalpark und dann die Ostküste hinunter bis nach Melbourne führen wird.

Erste Berichte sowie Bilder folgen bereits in den nächsten Tagen ;)

Freitag, 20. Januar 2012

Dreams do come true!

Hier nun eine kurze Zusammenfassung der letzten Wochen:

Ins neue Jahr haben wir mit ein paar Leuten aus dem Hostel in der Bar nebenan gefeiert. Dort fand eine Beachparty statt und es war sooo heiß, dass wir innerhalb von wenigen Minuten komplett verschwitzt waren. Auch nach Silvester wurde es nur noch immer feuchter und einen Job konnten wir in Broome und Umgebung auch nicht an Land ziehen. Als dann die Regenzeit richtig losging und es nur noch geregnet hat, wurde es immer unerträglicher. Daraufhin entschlossen wir uns dazu nach Adelaide zu fliegen. Am 12. Januar flogen wir zuerst von Broome nach Perth. Wir hatten schon Bedenken, dass unser Flug gestrichen wird, da Zyklon "Heidi" über Port Hedland wütete. Wir hatten jedoch Glück und konnte unsere Reise nach Adelaide antreten. Der Flug war mal wieder ziemlich holprig, was ja zu erwarten war. In Perth sind wir dann ins nächste Flugzeug gestiegen und weitergeflogen.
Unser Hostel war das ekligste, in dem wir bis jetzt waren. In der Küche funktionierte der Herd nicht, die Dusche konnte man zum Teil nicht mehr ausmachen, warmes Wasser kam erst nach einigen Minuten und abends musste man im Dunkeln auf die Toilette gehen.
Adelaide ist eine schöne Stadt, allerdings gibt es nicht so viel zu unternehmen. Wir haben einen 3-stündigen Rundgang durch Adelaide gemacht, damit hatten wir dann auch alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert.
Nun noch einmal zu unserer Jobsuche. Wir hatten uns bereits in Broome wieder beim Ayers Rock Resort beworben, haben aber trotzdem nach Fruitpicking-Jobs geschaut. Da wir jedoch keine Antwort vom Ayers Rock bekamen haben wir schließlich dort angerufen und mit Elisha (der Recruitmentmanagerin) gesprochen. Sie meinte, dass sie einen Job für uns hat und würde uns am Nachmittag zurückrufen. Aber tat das - typisch australisch - eben nicht. Bis wir dann schlussendlich unsere Jobs hatten, kostete es uns noch einige Anrufe und viele Nerven.
Aber Hartknäckigkeit zahlt sich aus, denn nun sitzen wir am Flughafen in Alice Springs und warten auf unseren Anschlussflug zum Ayers Rock.

Liebe Grüße aus Alice Springs

Montag, 26. Dezember 2011

Unser Roadtrip in Bildern


endlose Weite


Sonnenaufgang in Broome






Eighty Mile Beach





Buschfeuer







Lookout beim Leutturm








schnorcheln...







Turquoise Bay







SS-Mildura Wrack







Die Bäume schwitzen







Coral Bay







Emus auf der Straße








Stromatolithen








Pak









Monkey Mia








Pinnacles


































Merry Christmas! Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest :)

Hier nun der weitere Verlauf unseres Roadtrips von Perth nach Broome.

Tag 5: Frühstück mit Kängurus
Als wir heute Morgen gefrühstückt haben, hüpften keine 10 Meter von uns Kängurus herum. Nach dem Frühstück haben wir uns dann auf den Weg ins knapp 400km entfernte Monkey Mia gemacht. Wir hatten schon fast unser Ziel erreicht, bis plötzlich mitten im Nirgendwo ein Mann mit einem Stoppschild die Straße blockierte. Er wies uns darauf hin, dass wir nun 15 min warten müssten, da Straßenarbeiten im Gange seien. Aus den 15 min wurden, typisch australisch, 30 min. Unser Campingplatz in Monkey Mia befand sich direkt am Strand, der wirklich wunderschön war.



Tag 6: Auf Tuchfühlung mit Delfinen
Um 6 Uhr sind wir heute aufgestanden, um uns nach dem Frühstück rechtzeitig auf den Weg zur Delfinfütterung zu machen. Wir hatten uns extra auffällige Klamotten angezogen, da dann die Chance einen Delfin zu füttern höher war. Dank Cathes orangefarbenen Oberteil hat das dann bei der zweiten Fütterung auch geklappt. Zusammen haben wir dann die Delfindame Pak gefüttert. Bei den Delfinen handelt es sich um wilde Delfine; die ersten kamen bereits in den 1960er Jahren. Außerdem waren wir gerade zur richtigen Zeit in Monkey Mia, da es 2 Babys gab. Den Rest des Tages haben wir mit faulenzen am Strand und schwimmen im Indischen Ozean verbracht.



Tag 7: Auf Kollisionskurs mit Emus
Auf unserem Weg nach Carnarvon haben wir diesen Morgen einen Stopp bei den Stromatolithen eingelegt. Die Stromatolithen gehören zu den ältesten Lebensformen der Erde und existieren heute nur noch an wenigen Stellen. An diesem Morgen mussten wir des Öfteren wegen Emus bremsen, da diese einfach unbekümmert vom Autoverkehr über die Straßen marschieren. Zudem war es heute ziemlich heiß, sodass wir die meiste Zeit nicht mehr als 80 km/h fahren konnten, um den Van nicht zu überhitzen. Das Fahren auf den Highways wird auch immer langweiliger, weil sich die Landschaft nur selten ändert und einem die Straße endlos erscheint. Beim Einkaufen in Carnarvon ist uns aufgefallen, dass die Aboriginals sehr gut in die Gesellschaft integriert sind, in Perth war das ja eher nicht so der Fall.



Tag 8: Der Ozean – Eine riesengroße Badewanne
Unser Weg hat uns heute von Carnarvon nach Coral Bay geführt. Dort angekommen, haben wir uns erstmal einen Schnorchel besorgt, denn direkt vor der Küste liegt das Ningaloo Reef. Der Strand und das Wasser sehen aus wie in einem Bilderbuch, einfach traumhaft schön. Wenn man hier ins Wasser geht, hat man das Gefühl man würde in die Badewanne steigen, das Wasser ist einfach keine Erfrischung mehr.


Tag 9: Sogar die Bäume schwitzen
Als wir aufgewacht sind, dachten wir zuerst es hätte geregnet, allerdings hat sich später herausgestellt, dass die Bäume aufgrund der Hitze Feuchtigkeit abgesondert haben. Nach dem Frühstück haben wir einen Strandspaziergang gemacht, wobei wir in einer seichten Bucht auf Baby-Haie und Rochen gestoßen sind. Auf dem Rückweg haben wir sogar Haieier entdeckt. Am Nachmittag waren wir dann noch am Riff schnorcheln und sind zusammen mit riesigen Fischen und Rochen geschwommen. Abends sind wir zu einem Lookout gegangen, von wo aus wir den Sonnenuntergang angeschaut haben. Der war zwar schön, konnte allerding in keinster Weise mit denen am Ayers Rock mithalten.



Tag 10: Willkommen auf dem Bauernhof
Nach unserer morgendlichen Routine (Frühtück, Duschen, Wasser & Öl prüfen, Tanken und Scheiben putzen) ging es los nach Exmouth. Auf dem Weg dorthin haben wir fast einen ganzen Bauernhof gesehen (Kühe, Schafe, Ziegen, Pferde und Emus) und außerdem war der Highway über die gesamte Strecke von Termitennestern gesäumt. Nachmittags sind wir dann zum Bundegi Beach gefahren.


Tag 11: Ein Traum in Türkis


Zuerst haben wir heute das Wrack der SS-Mildura angeschaut, das unweit der Küste liegt. Anschließend sind wir zum Mauritius Beach gefahren, wo wir Meeresschildkröten beobachten konnten. Später am Tag haben wir uns auf den Weg zur Turquoise Bay im Nationalpark gemacht. Dort konnte man wunderbar schnorcheln, denn das Ningaloo Reef war weniger als 50m von der Küste entfernt. Auf dem Weg zurück zum Campingplatz haben wir noch einen Stopp beim Leuchtturm eingelegt, von wo aus wir einen atemberaubenden Ausblick hatten.



Tag 12: Höllenritt
Unser Plan war heute von Exmouth nach Port Hedland zu fahren (fast 800 km), diesen Plan mussten wir jedoch bereits nach wenigen Stunden reichlich überdenken. Wir sind extra um 5:30 Uhr aufgestanden um früh loszukommen, doch schon um 11 Uhr am ersten Roadhouse waren es 48° im Schatten. Die Fahrt war ziemlich eintönig, was wahrscheinlich daran lag das unser Radio den Geist aufgegeben hatte. Auf dem Weg zum zweiten Roadhouse fing dann unsere Klimaanlage an seltsame Geräusche von sich zu geben, sodass wir sie schließlich ausschalteten. Irgendwann begann dann unser Van komisch zu ruckeln.



Cathe: „Ich kann kein Gas mehr geben!“
Marie: „Ist das dein Ernst?“
Cathe: „Unser Van wir auch immer langsamer.“
Marie: „Hmm.“
Cathe: „Okay wir bleiben liegen.“
Cathe fährt links ran und setzt den Warnblinker.
Marie: „Oh mein Gott! Was machen wir jetzt?“
Cathe: „Marie bleib ruhig.“
Marie: „Ich sag ja schon nichts mehr.“



Wir haben dann versucht den Van wieder zu starten, leider erfolglos. Wir konnten es uns wirklich nicht erklären, denn der Van war nicht überhitzt, wir hatten gerade erst getankt und Öl und Wasser hatten wir bereits am Morgen geprüft. Nach wenigen Minuten hielt dann zum Glück jemand an und wie aus Zauberhand sprang der Van einfach wieder an. Nun konnte unsere Fahrt wieder weitergehen. Gott sei Dank, denn wir hatten schon ein Buschfeuer gesichtet. An einer Tankstelle kurz vor Karratha erzählte man uns dann, das es inzwischen 52° im Schatten seien. Während der Fahrt konnte man immer wieder beobachten, dass die Straße anfing zu schmelzen und es roch auch nach Teer. Gegen 17 Uhr sind wir in Roebourne angekommen, das vor 2 Tagen Marble Bar als heißeten Ort Australiens abgelöst hatte. Dort haben wir also unsere Nacht verbracht. Die Duschen waren jedoch auch keine Erfrischung, denn aus dem Kaltwasserhahn kam nur warmes Wasser, da die Leitungen so aufgeheizt waren. Geschlafen haben wir auch nicht sonderlich gut denn es wehte ein heißer Wind und es kühlte sich kaum ab.



Tag 13: unsealed road = bumpy ride
Eigentlich wollten wir Roebourne schon um 6:30 Uhr verlassen, doch leider machte uns die Tankstelle einen Strich durch die Rechnung, da sie erst um 7:00 Ihr öffnete. Unser Tagesziel war der Eighty Mile Beach, der allerdings nur über eine 9 km lange Huckelpiste erreichbar war. Dafür brauchten wir eine halbe Stunde. Der Strand war super schön und man konnte unglaublich weit in die Ferne schauen. Leider war auch hier das Wasser viel zu warm.



Tag 14: Letzte Etappe

Einen Tag früher als geplant sind wir heute in Broome angekommen. Es ist noch feuchter als wir gedacht hatten, wir schwitzen die ganze Zeit. Wenn man sein Zimmer verlässt ist es ratsam ein Handtuch mitzunehmen, da der Schweiß einem nach wenigen Schritten nur so runterläuft. Unser Campingplatz liegt mal wieder direkt am Strand, allerdings kann man wegen der Würfelquallen nicht baden.



Tag 15: Umzug ins Hostel

Heute haben wir unseren Van abgegeben und sind wieder ins Hostel gezogen. Wir sind nun fleißig auf Jobsuche und hoffen, dass wir nach Silvester anfangen können zu arbeiten.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Changing Plans

Am Samstag, den 3. Dezember ging nun also unser Flug zurück in die Zivilisation. Als wir nach einem holprigen Flug in Perth angekommen waren, ging es erstmal auf Hostelsuche. Dank der netten alten Dame am Informationsschalter des Flughafens, haben wir dann auch noch ein Zimmer im anscheinend total ausgebuchten Perth gefunden. Für eine Nacht sind wir dann nach Northbridge gezogen. Abends haben wir uns dann auf die Suche nach einem neuen Hostel für die nächsten Nächte gemacht, leider erfolglos. Als wir zurück zum Hostel kamen haben wir den Deutschen an der Rezeption gefragt, ob wir eine weitere Nacht bleiben könnten, das hat er leider verneint, allerdings hat er im Partnerhostel angerufen, wo dann noch ein Zimmer für die nächsten 2 Nächte frei war. Die Jobsuche erwies sich als ebenso schwierig. Von Tag zu Tag wurden wir frustrierter und obwohl wir uns sogar an eine Jobagentur wandten, hatten wir nach 5 Tagen Suche immer noch keinen Job.
Nun hieß es also: Planänderung! Wir entschieden uns dafür unseren für nach Silvester geplanten Urlaub vorzuziehen, sodass wir am Freitag unseren Camper mieteten. Innerhalb von 15 Tagen werden wir nun die Westküste von Perth nach Broome hochfahren und Weihnachten und Silvester somit in Broome verbringen.
Am Samstag, den 10. Dezember ging es dann also los. Um 11 Uhr holten wir unseren Campervan ab. Wir waren im Vorfeld ein wenig nervös aufgrund des Fahrens auf der „falschen“ Seite, aber im Endeffekt lief dann alles prima. Unsere Probleme hatten wir dann allerdings beim Tanken. Die erste Frage die wir uns stellten: Wo befindet sich die Tanköffnung? Nachdem wir dann einige Male um den Van herum gelaufen sind, hatten wir dieses Problem schonmal gelöst. Zweite Frage: Wie öffnet man den Tankdeckel? Nach mehreren erfolglosen Versuchen den Tankdeckel mit Gewalt zu öffnen, wanden wir uns dann an die Tankstellenmitarbeiterin, die uns freundlich darauf hinwies, dass sich bei älteren Vans ein Knopf unter dem Fahrersitz befindet. Unsere Probleme waren somit gelöst. Als wir dann von der Tankstelle runterfuhren, betätigte Marie anstatt des Blinkers erstmal den Scheibenwischer. Hier in Australien befindet sich der Blinker nämlich rechts. Es ist sowieso total seltsam mit links zu schalten, vor allem weil wir die Gänge regelrecht reinprügeln müssen. Nach 3 Stunden erreichten wir bereits unser erstes Nachtquatier, Cervantes. Am nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden, um uns auf den Weg zu den Pinnacles zu machen. Nachdem wir diese erkundigt hatten, ging es weiter nach Geraldton. Auf der Fahrt sahen wir des Öfteren tote Kängurus, Schlangen und geplatzte Reifen. Auch Roadtrains sind uns schon so einige begegnet. Gestern haben wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Stop nach Kalbarri gemacht, wo wir 2 Nächte verbringen werden. Heute waren wir in Kalbarri am Blue Hole Beach und haben die Seele baumeln lassen. Morgen früh nach der Pelikanfütterung geht es dann weiter nach Monkey Mia.

Mehr dann in den nächsten Tagen…

Wir hoffen ihr genießt die Vorweihnachtszeit :)

Dienstag, 13. Dezember 2011

Fotos aus dem Red Centre

Uluru


Uluru




Aboriginal-Malerei



Sounds of Silence



Kata Tjuta oder Homer Simpson im Liegen ;)












Freitag, 2. Dezember 2011

News aus Yulara

Eigentlich hatten wir uns dazu entschieden bis zum 22. Dezember im Ayers Rock Resort zu bleiben, das war aber leider nicht möglich, weil um Weihnachten herum nur noch sehr wenige Gäste hierher kommen und außerdem das Hotel renoviert wird. Unsere ganzen Kollegen waren sich sicher, dass wir auf jeden Fall länger bleiben können, weswegen wir natürlich keinen Flug für den 30. November gebucht hatten. Als wir dann Dienstag nach der Arbeit erfahren haben, dass es im Resort keinen Job mehr für uns gibt, waren wir natürlich dementsprechend geschockt und wussten das erste Mal nicht mehr weiter. Flüge in den nächsten Tagen nach Perth hätten um die 700 $ gekostet und Mittwoch um 10am mussten wir auschecken. Was nun? Zum Glück hatten wir ja David, Johannes und Rasmus (die zusammen mit uns angefangen haben), die uns sofort anboten bei ihnen zu wohnen. Am Abend ging es dann erst mal zur Outback Pioneer Bar, wo wir dann einige Kollegen trafen, die uns auch sofort alle anboten bei ihnen zu wohnen. Gestern haben wir dann unseren Flug für Samstag nach Perth gebucht, sodass wir die große Sounds of Silence Abschiedsparty auch noch mitnehmen können. In Perth werden wir uns erst mal um einen Job kümmern. Weihnachten und Silvester werden wir ebenfalls in Perth verbringen. Anfang Januar startet unser nächstes Abenteuer nach Broome. Also hat sich im Endeffekt doch alles wieder zum Guten gewendet.